Sammle Schrauben nach Länge, Kopf, Gewinde und Material. Reinige Gewinde mit Messingbürste, richte verbogene Schäfte gerade, fette leicht mit Holzseife oder Bienenwachs. Vorbohren verhindert Risse im alten Holz, ein Senker sorgt für bündige Köpfe. Überdrehe nie; lieber kürzer und mit Unterlage, als Holz zu quetschen. So bleiben Verbindungen sicher, wieder lösbar und freundlich zu den Fasern, während neue Schrauben überflüssig werden und Metall im Kreislauf bleibt.
Setze Schlitz-und-Zapfen-Verbindungen, wenn Kräfte übertragen werden müssen, und ergänze mit Holzdübeln aus Reststücken. Feder und Nut stabilisieren Flächen ohne viel Zusatzstoff. Keile aus Hartholz pressen Zapfen dauerhaft, bleiben aber sichtbar und reparierbar. Markiere Faserrichtung, halte Passungen straff, vermeide Leimtaschen. Diese Techniken wirken schlicht, tragen jedoch ganze Stühle und Rahmen. Wer sie übt, spart Klebstoff, gewinnt Genauigkeit und erlebt eine stille Freude am klugen Fügen.
Plane Trockenmontagen, um Presszeiten und Zwingenpositionen zu erproben. Gleichmäßiger Druck ist wichtiger als brutale Kraft. Verwende Zulagen aus Restholz, schütze Kanten mit Karton, arbeite von innen nach außen. Notiere Startzeit, Temperatur und Luftfeuchte, überprüfe Quetschfugen und Leimreste sofort. Nimm dir die Geduld, die Naturmaterialien verlangen. So entstehen Verbindungen, die ohne Stress aushärten, Maß halten und später weder knarzen noch reißen.